Kundenstory Cicero Zorggroep: Mehr Lebensqualität durch Pflegeheimautomatisierung

„Zentrierung auf den Klienten“ ist für die Limburger Cicero Zorggroep mehr als nur ein Schlagwort. Es geht darum, Kunden wirklich zu kennen, klare Vereinbarungen über die angebotene Betreuung zu treffen und den Menschen ein Gefühl von Zuhause zu geben. Dies ist auch der Hintergrund für den Einsatz vom ANC Kommunikationssystem. „Wir wollen die Selbstständigkeit und Bewegungsfreiheit der Bewohner auf sichere Weise erhöhen, damit die Lebensqualität steigt“, sagt die Projektleiterin der Pflegekräfte, Ingrid Lahaye. De Heer Medicom ist in dieser Hinsicht ein Sparringspartner.

Die stationäre Pflege wird immer komplexer, hierdurch steigt der Druck auf das Personal. Wie stellt man sicher, dass Kunden, die von der Pflege betroffen sind, die nötige Freiheit erhalten und genügend Raum für die Pflege vorhanden ist? Die Zoerggroep Cicero hat sich vor sechs Jahren entschlossen, die Möglichkeiten der Pflegetechnik, bekannt unter dem Namen Domotica 2.0, zu untersuchen. „Mit Erfolg“, sagt Ingrid Lahaye. „Wir begannen 2013 an unserem Standort in Op den Toren mit intelligenten Kameras mit Bewegungserkennung, Desorientiertenschutz, Nachtorientierungsbeleuchtung und Smartphones zur Steuerung der Kameras. Die Pflegeprozesse wurden entsprechend angepasst. Zum Beispiel unsere Durchschlaf-Richtlinie; wir brauchen nicht mehr dreimal pro Nacht in fünfunddreißig Zimmer zu sehen, ob alles in Ordnung ist. Wenn ein Kunde unruhig wird, erhalten wir ein Signal und können auf dem Smartphone sehen, ob alles in Ordnung ist. Natürlich gehen wir zum Kunden, wenn er krank oder traurig ist. Aber oft können wir auf dem Kamerabild sehen, dass soweit alles in Ordnung ist. “

In der Nacht werden dank der Kamerabetreuung nur noch zwei Pflegekräfte benötigt. „Sie sind nur für die Kunden da und haben keine anderen Pflichten. Die Nachtschicht ist schon schwer genug“, fährt Lahaye fort. „Da wir nachts Arbeitskräfte sparen, können wir tagsüber mehr Mitarbeiter einsetzen. Dann sind die Kunden wach und benötigen mehr von unserer Aufmerksamkeit und Fürsorge. “

Flexibel

Schritt für Schritt wurden, aus der gleichen Überlegungen heraus, auch die anderen Cicero-Standorte mit der Pflegeheimautomatisierung ausgestattet. 2016 beauftragte die Zorggroep Cicero De Heer Medicom mit der Realisierung der Hausautomationsanlagen im neuen Cicero Zorghuis in Brunssum. „Wir sind sehr beeindruckt von der Benutzerfreundlichkeit der Geräte von De Heer Medicom“, sagt Lahaye. „Pflegepersonal und Technologie, das ist im Allgemeinen keine gute Kombination. Aber mit den Komponenten der De Heer Medicom kamen die Mitarbeiter schnell zu recht. Sie benötigen auch keinen Techniker, um Prozesse geringfügig anzupassen. Wenn beispielsweise ein Mitarbeiter krank ist, kann eine Pflegekraft aus einer anderen Abteilung über die ANC Mobile App die Gruppe übernehmen, um deren Rufe zu erhalten und die Betten zu überwachen. Das System orientiert sich an der Praxis und ist dadurch sehr flexibel.“

Kurzer Aufenthalt

Das Cicero Zorghuis verfügt über 28 Apartments. Zehn sind langfristig von pflegebedürftigen Menschen bewohnt, die dennoch ihr eigenes Leben führen können. Achtzehn Wohnungen stehen für Personen zur Verfügung, die eine vorübergehende Pflege benötigen, beispielsweise nach einem Krankenhausaufenthalt oder wenn die informelle Pflege vorübergehend ersetzt werden muss. „Diese Kunden kommen und gehen, das ist spezifisch für unser Cicero Zorghuis. Es geht nicht um Menschen mit Demenz, bei denen ein ZZP5 oder höher diagnostiziert wurde, sondern auch um Menschen, die kognitive Aufmerksamkeit benötigen. Deshalb haben wir zwei Zimmer mit Kameraüberwachung ausgestattet. Darüber hinaus haben wir noch einen Desorientiertenschutz mit einer Standortbestimmung eingeführt.“

Wenn ein Kunde mit Demenz in unserem Cicero Zorghuis aufgenommen wird, berücksichtigen wir den Freiheitsgrad, mit dem er oder sie umgehen kann. „Einige Kunden dürfen die Abteilung verlassen, andere nicht. Mit Funkbakens haben wir Positionspunkte im Haus eingerichtet, die von einem Funketikett (Tag) oder einem vom Kunden getragenen Handsender Informationen erhalten. Der Sender ist so programmiert, dass wir auf unserem Smartphone eine Benachrichtigung erhalten, wenn beispielsweise Herr Jansen einen Positionspunkt passiert und die Abteilung verlässt. Dann können wir reagieren; Wir gehen dorthin und wenn es nötig ist wird eine Tür automatisch geschlossen. Dank des Desorientiertenschutzes kann sich Herr Jansen frei in einer sicheren Umgebung bewegen.“

Lieferant beteiligt

Frau Lahaye ist sehr zufrieden mit dem kurzen Draht zu De Heer Medicom. „Wenn ich anrufe, weil es etwas gibt, sind sie schnell vor Ort. De Heer Medicom ist wirklich ein engagierter Lieferant. Wo ich in früheren Kollaborationen selbst nach möglichen Innovationen suchen musste, ist De Heer Medicom mein Sparringspartner geworden. Gemeinsam schauen wir uns an, was auf den Markt kommt und was wir entwickeln können.“

Aufgrund der angenehmen Zusammenarbeit und Benutzerfreundlichkeit der Lösungen wird die Partnerschaft mit De Heer Medicom auf einen zweiten Standort ausgeweitet. „Wir haben dort 50 Pflegebetten und möchten alles mit Kameras und Multisensoren ausstatten. Die Kameras schalten sich bei einem Ruf automatisch an und werden Nachts für die Zimmerbetreuung genutzt, damit wir dort auch nachts mit weniger Personal eine sichere und gute Gesundheitsversorgung anbieten können.“

Erweiterung der Freiheit

„Wir verwenden nicht leichtfertig die Kameras“, betont Frau Lahaye. „Datenschutz ist von größter Bedeutung. Hierüber treffen wir klare Vereinbarungen mit der Familie und den Betreuern. Wir bei Cicero Zorggroep sind davon überzeugt, dass der Einsatz von Kameras zu Bewegungsfreiheit und nicht zu einer Einschränkung der Freiheit führt. Dies haben wir auch in unserer Vision zum Ausdruck gebracht. Wir setzen Kameras nicht zur Maßnahmendokumentation ein, sie unterstützen vielmehr das tägliche Leben unserer Kunden.“ In den ersten zwei Jahren wurde bei der Verwendung auch Eintragungen in der Maßnahmendokumentation vorgenommen, dass kostete sehr viel Zeit. Für die Vision der Cicero Zorggroep war es allerdings unnötig, da es nicht um die Einschränkung der Freiheit ging. „Wir haben die Aufsichtsbehörde eingeladen, uns zu besuchen. Dazu hatten wir in einer Beschreibung formuliert, warum wir die Verwendung von den Kameras bei der Maßnahmendokumentation ausschließen und darüber einen Bericht erstellt. Die Aufsichtsbehörde stimmte uns zu, weil sie sah, dass verantwortungsbewusst mit der Technik umgegangen wird und gute Vereinbarungen mit den Beteiligten getroffen wurden. Dazu hatten wir den Einsatz der Pflegeheimautomatisierung in unseren Pflegeplänen dokumentiert.“

Türen öffnen sich

Cicero Zorggroep ist führend in Bezug auf Freiheit und Pflegetechnologie und nimmt eine vorbildliche Rolle im Würde & Stolz-Programm des Ministeriums für Gesundheit, Wohlfahrt und Sport ein. Am 25. Juni 2018 unternahm die Cicero Zorggroep den nächsten Schritt in der Anwendung der Pflegeheimautomatisierung: Eine Anzahl von Pflegekunden von Op den Toren öffnen buchstäblich ihre Türen. „Sie dürfen nicht nur auf der Station herumlaufen, sondern im ganzen Haus und sogar draußen, je nachdem, was sie können“, erklärt Ingrid Lahaye. „Darüber einigten wir uns in einem multidisziplinären Treffen, dem sich auch die Familien anschlossen. Denn, nur wenn alle glauben, dass es möglich ist, darf ein Bewohner die Abteilung verlassen. Wir überwachen die Kunden mit der mobilen Rufplattform von De Heer Medicom. Wenn ein Bewohner seinen „gewohnten Lebensraum“ verlässt erhalten wir ein Signal und können ihn über GPS orten. Somit können wir ihn dann jederzeit finden und zurückbegleiten.“ Dies ist zunächst ein Pilotprojekt, bei einem erfolgreichen Verlauf wird es jedoch weiter ausgebaut.